Preisgekröntes Kassel-Gedicht!

Dezember 23, 2007

Composed Under Herkules 

He spends his lifetime in fresh air
and watches couples kissing.
His days could be perfectly fair
if something was not missing.

Examine him from head to toe
and soon you will conclude
that everyone from down below
can see that he is nude.

His inmost wish is being dressed,
and Kassel wants to groom.
They took him from his airy nest
into the changing room.

(Captain Marc)


Die Qualle

Juni 9, 2007

Die Qualle ist kein richt’ger Fisch,
vielmehr ist sie ein Lappen.
Sie isst zu Hause nicht bei Tisch,
sie trinkt durch ihre Klappen.

So klippt und klappt sie munter,
schwebt ohne Heim und Ziel.
schwimmt hoch und wieder runter
und g’radeaus ganz viel.

Manch Qualle ist sehr aggressiv,
der Mensch ruft bei ihr „Feuer!“.
Er handelt dann oft destruktiv -
zermatscht das Ungeheuer.

(Captain Marc)


Der strahlende Garten

Mai 6, 2007

Der Garten ist ein schöner, ruhiger Ort der Kraft.
Im Wind weht schwarz die Leitung, in ihr fließt der Saft.
Unterirdisch Müll, der strahlt bis in die Lüfte.
Oben welken Pflanzen, modrig ihre Düfte.

„Günstig’ Bauland, werter Herr!“, verspricht der Makler grell.
„Es kommen viele Leute Herr, entscheiden Sie sich schnell!“
Es wird in Kürze abgewägt, der Garten verspricht Großes.
Es werden Handys angeschafft, es steigt die Strahlendosis.

Schon bald erglüht die Erde, der Mensch und sein Verstand.
Nach kurzer Zeit des Grübelns wird das Problem erkannt:
„Im Garten brennt die Strahlung!“, denkt man sich im Elane.
Nun schwingt im Winde auch die neue Sonnenplane.

(Captain Marc)


Der Osterhase

April 7, 2007

Der Osterhas’ malt Eier an,
nicht seine, die von Hennen.
Er streicht sie mit `nem Pinsel an
Wo der hängt – darf ich’s nennen?

Er streicht sie mit ´nem Pinsel an,
der liegt zwischen den Beinen.
Nur diesmal nicht vom Eiermann,
er hängt zwischen den seinen.

(Captain Marc)


Musikergedichte: Der Dirigent

März 26, 2007

Der arme Mann, der Dirigent,
ist Teil der sieben Plagen.
Er hat sein Leben arg verpennt,
muss ständig Stöckchen tragen.

Er schwingt sein Stöcklein hin und her,
genießt mit ihm auch Essen sehr.
Er nutzt ihn als Antenne,
als Stift und Möbelstemme.

Spät abends führt er Großorchester
mit seiner Leichtmetall-Winchester.
Nur wohin schiebt er’s Stöcklein dann?
Na so, dass er kaum laufen kann.

(Captain Marc)

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Musikergedichte: Der Gitarrist

März 7, 2007

Der Gitarrist ist eigentümlich,
selbstverliebt und arrogant.
Die Solos spielt er rauf und runter,
sagt zu jedem: „Wow, brilliant!“

Doch leider kann er nur so glänzen,
weil er heimlich alles plant.
Soll er schnell was Neues bringen
kann er’s nicht – wir ham’s geahnt.

(Captain Marc)

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Das Kind, der Gärtner

Februar 25, 2007

„Mit Heckenscheren spielt man nicht!“.
schreit Mutter Hans ins Angesicht.
Er hört’s seit Kindertagen,
will Schneiden ohne Fragen.

Schnipp, Schnapp, Schnipp, Schnapp -
bald ist die Hecke ab.

Hans liebt die grüne Arbeit sehr,
er lacht und jubelt immer mehr,
bis er in ein Näpfchen tappt
und sein kurzes Hälschen kappt.

Und die Moral von der Geschicht’:
Vergiss’ Mamas Gemecker nicht!


Musikergedichte: Der Keyboarder

Februar 16, 2007

Tasten hat er fast zu viele,
schwarz und weiß und groß und klein.
Nur klingt es, wenn er spielt, des öfter’n
nicht mal annähernd hübsch und fein.

Schon tausend Klänge ausprobiert,
die ganze Band macht unfrei Rast,
wird immer weiter fein justiert,
obwohl’s am Schluss meist doch nicht passt.

(Captain Marc)

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Musikergedichte: Der Pianist

Januar 27, 2007

Was klimpert grausam durch die Wand?
Es ist der Spieler mit seiner Hand;
Er hat die Tasten fest geschlagen an,
Er wägt sich sicher, grausig hört’ s sich an.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –
Hörst du Vater den Klavierspieler nicht? -
Den Spinner ohne Metrum und Takt?
Mein Sohn, mit der Hake jemand hackt.

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Musikergedichte: Der Trompeter

Januar 21, 2007

Er ist verlässlich Jahr um Jahr,
steht rechtzeitig an jeder Bar.
Den Schnaps nimmt er mit Freude an,
auch wenn er dann nicht fahren kann.

Spielen tut er g’nau so gut,
auch ohne Alkohol im Blut.
Sagst du jedoch, er könnt’ es nicht,
schlägt er dir mitten ins Gesicht.

Ein gutes jedoch hat dies doch,
denn seine Tröte kriegt ein Loch.
Sodass er nicht mehr grausam spielt,
er ohnehin den Ton nie hielt.

(Raphael aus Staufenberg)

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