Wissenschaft: Analyse eines Untergangs

Oktober 13, 2007

In der gegenwärtigen Zeit haben Individuen die Möglichkeit einer massenwirksamen Meinungsäußerung durch Klänge, Sprache oder Schrift über ein weltumspannendes Computernetzwerk. Sie selektieren eine favorisierte Plattform, um ihre unterentwickelte Persönlichkeit in der Welt zu implementieren. Diese Tatsache impliziert das Nicht-Vorhandensein von Rezipienten des Entwickelten. Es formt sich ein übergroßer Haufen Müll. Dieser kann von einer herkömmlichen Müllverbrennungsanlage nicht getilgt werden. Vielmehr verlangt der Zustand der hemmungslosen Kreativität nach einem Gegenteil. Es verlangt nach einem Zustand der gleichfalls hemmungslosen Aufnahme. Auf der einen Seite stehen somit die nimmermüden Schöpfer, auf der anderen apathische Rezipienten. Diese Wesen zirkulieren in einer freundlich anmutenden Hölle, die von Kritikern als Internet bezeichnet wird.

Besorgniserregend ist die Allgegenwärtigkeit jener weltverschlingenden Dämonenkammer. Selbst ich schreibe meinen Mist nicht außerhalb des Teuflischen, sondern habe ein gemütliches Plätzchen auf dem Standstreifen der Datenautobahn gefunden. Der Datenfeindstaub, der mir dabei die Sinne vernebelt, lässt mich in der ganzheitlichen Auffassung, es sei schön. Aber was bin ich nun? Ideenreicher Schöpfer oder geistloser Aufsauger? Überlegungen führen mich zur Überzeugung, dass ich beides bin. Schöpfer und Wahrnehmer. Wie im Welle-Teilchen-Dualismus müssen wir unseren Standpunkt wechseln. Meine einst gehegten, kompensatorischen Zweifel belegen die Unüberlegtheit meiner Abwesenheit. Daher lautet meine Erkennnis: Ich gehöre an diesen Ort! Ich muss beides – sehen und handeln. Ich muss noch viel mehr Müll ins Internet transzendieren! Es muss soweit gehen, bis die Masse des globalen Unsinns die des rationalen Verstandes übertrifft. Wenn dieser interessante Zustand einmal eingetreten ist, muss die Welt langsam herniedersinken – und eine zweite Hölle erreichen. Da die Multiplikation zwei negierter Variablen immer ein positives Ergebnis zur Folge hat, wird sich auch unsere Erde zum Besseren wenden.

Ergo, liebe Erdenbürger: schreibt, brüllt, faxt, mailt, filmt alle kognitiven Dissonanzen dieser Welt und lasst uns zusammen ein großes dialektisches Fest feiern!

Herzlichst, Herr A. Porno.


„Mein Leben auf der Wanderdüne“

September 12, 2007

Sigmund M. Philippsen schreibt in seinem ersten Buch über das Leben auf der dänischen Wanderdüne `Wandeerdeene`. Auführlich beschreibt der Geomorphologe den Alltag in einer ständig vorüberziehenden Umwelt. Er war der Erste, der in einem Holzhaus auf einer wandernden Düne eine abwechslungsreiche Reise begann.

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Im Osten nichts Neues – Games Convention 2007

August 26, 2007

Die Games Convention 2007. Wir waren dort. Wir haben alles gesehen. Alles. Aber fangen wir von Vorne an. Monsieur DuPont und ich standen in einer riesigen Warteschlange aus Personen allerorts und blickten kritisch auf die Preisliste. „Monsieur, glaubst du wir können sagen, dass wir noch Schüler sind? Mit zwölf oder so?“. „Quatsch, das nehmen die uns nicht ab.“, sagte er. „Bestell die Rentner-Tickets.“ „OK, aber was ist, wenn die sagen, wir sehen zu jung aus für Rentner – mit über Zwanzig?“

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Kassel in 2.000 Jahren

August 14, 2007

Kassel in 2.000 Jahren

Ach ja, das schöne Kassel - ein beschauliches Städtchen inmitten des waldreichsten Bundeslandes Hessen. Mit seinen ungefähr 200.000 Einwohnern eine der angesagtesten Mega-Citys der Region (Vergleich Lohfelden: 14.000 Einwohner). Doch wie wird Nordhessen in 2.000 Jahren sein? Nachdem ich meine Science-Fiction-Filmsammlung ansah, fragte ich mich, wie wohl das Kassel der Zukunft aussehen könnte…

 

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Documenta 12 – Desasterplan

Juni 27, 2007

„Template“ stürzt ein, die d12-Pavillons stehen unter Wasser und ein Reisfeld bedroht Kasseler Kulturbauten… Was ist alles schief gegangen auf der 12. Documenta und, viel interessanter, warum? Mir Kommt’s präsentiert die d12-Desaster und klärt über die Hintergründe auf!

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„Das Kapital macht keinen Urlaub“

Mai 17, 2007

Das Kapital regelt den Markt, sucht sich seinen eigenen Weg, sichert unsere Existenz und fließt bisweilen weg von den Armen. Alle reden von ihm, doch niemand kennt es wirklich. Wir hatten die seltene Gelegenheit, das schüchterne Kapital kennen zu lernen und ihm viele private Fragen zu stellen.

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1. Mai – Tag der Arbeit! Der ARBEIT!

Mai 1, 2007

Ein Blick ins Lexikon offenbart uns: Der erste Mai ist der Tag der Arbeit! Und was machen wir? Pause. So war das schon immer: Als die Firmen gemerkt haben, dass all ihre Mitarbeiter faule Säcke sind, wurden Sie, um die Motivation zu erhöhen, nicht mehr Sklaven genannt und bekamen tolle Namenschilder mit Firmenlogo. Weil die Menschen damit nur angaben und immer noch nicht arbeiteten, wurde ein Tag der Arbeit eingeführt. Doch die Arbeiterschaft schafft es, auch diesen Tag ohne große Anstregungen zu überstehen. Leider ist nicht immer Tag der Arbeit und an den Tagen, die nicht Tag der Arbeit heißen, müssen wir uns etwas neues ausdenken.  Wer dem heutigen Feiertag gerecht werden will, sollte sich unbedingt die Mir Kommt’s – Hinweise zum Tag der Arbeit … nunja … erarbeiten, denn jeder Tag könnte so schön sein wie der 1. Mai!

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Unwissenheit schützt vor Recht

April 22, 2007

Können Sie noch die 10 Gebote auswendig? Ja. Toll. Und jetzt sagen Sie mal das Strafgesetzbuch auf… Das geht glücklicherweise nicht nur Ihnen so. Auch der Judikative ist heutzutage nicht mehr aus dem Gewirr aus Landes-, Bundes- und Europarecht hinauszuhelfen. Woher soll denn bitte ein Ahntal’scher Staatsanwalt über die lettländischen Gesetzgebungen bescheid wissen, wenn es nicht einmal eine englische, geschweige deutsche Übersetzung derselben gibt?

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Hypotalamus sieht ROT

April 16, 2007

Schon seit Urzeiten ist der Menschheit bekannt, welche Gefahr von der Farbe Rot ausgeht. Sie wirkt über die Wahrnehmung in den Augen direkt auf’s Gehirn und stimuliert dort den Hypotalamus. Dieser setzt Unmengen Serotonin (Glückshormon) und Adrenalin (Roter-Farbstoff-Hormon) frei. Die Folgen sind bei allen (halbwegs) vernunftbegabten Wesen die selben:

  • Halluzinazionen
  • Agressivität
  • Ungeduld
  • Verlangen, auf die Hupe zu drücken
  • Verlangen, den Stierkämpfer aufzuspießen

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Willkommen in der Zukunft!

April 4, 2007

Auf der CeBIT trifft sich die High-Society derer, die mit krummer Haltung, blasser Haut und Sehfehlern unschwer als Informatiker erkannt werden können. Microsoft-Größe Steve Ballmer war letztens ebenso vertreten wie Apple-Chef Steve Jobs. Was die beiden Steves so vorstellten könnt ihr nun exklusiv bei Mir Kommt’s nachlesen!

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